Das Team Speed Monkeys absolvierte am vergangenen Wochenende in Hockenheim einen Gaststart in der ADAC GT4 Germany. Für die Essener Mannschaft, die sich sonst im Porsche Sports Cup engagiert, verlief der erste Auftritt in dieser hoch dotierten Meisterschaft durchaus sehr erfolgreich. Auf Anhieb konnten die Piloten Dennis Richter und Jacob Riegel mit den etablierten Fahrern mithalten und gute Mittelfeldergebnisse erzielen. Auch das gesamte Team durchlebte eine steile Lernkurve und ist nun in dieser Serie angekommen.

Die Speed Monkeys waren in der Vergangenheit sehr erfolgreich im Porsche Sports Cup aktiv. Das Rennteam um Teammanager Christian Bracke sah nun die Zeit und die Gelegenheit gekommen, den nächsten Schritt in Richtung Profi-Rennsport zu machen. Beim vorletzten Rennwochenende der ADAC GT4 Germany absolvierten die Speed Monkeys daher einen Gaststart. Das Ziel war es, Erfahrungen in dieser Serie im Hinblick auf die kommende Saison zu sammeln sowie Nachwuchshoffnung Jacob Riegel auf seinem Weg nach oben die nächste Stufe erklimmen zu lassen. Der 17-Jährige steuerte zusammen mit Teammitbesitzer Dennis Richter einen Porsche Cayman 718 GT4 MR über den Kurs in Hockenheim, wo zwei Wochen zuvor das Finale des Porsche Sports Cup stattfand.

Diese Erfahrungen halfen zwar bei der Eingewöhnung, allerdings musste sich das Team zunächst auf die ungewohnten Pirelli-Reifen und das deutlich straffere Event-Format einstellen. Dass wetterbedingt am Donnertag nur wenig getestet werden konnte, half da nicht wirklich. Trotzdem gelang es der Mannschaft, aus dem Stand ein absolut wettbewerbsfähiges Auto auf die Pirelli-Slicks zu stellen. Bereits in den freien Trainings machten sowohl Teammitbesitzer Dennis Richter als auch Nachwuchspilot Jacob Riegel mit bärenstarken Zeiten innerhalb der Top 10 auf sich aufmerksam.

Im ersten Qualifying, das Jacob Riegel unter die Räder nahm, agierte der junge Fahrer noch etwas zu vorsichtig. Mit Rang 20 ließ er aber trotzdem mehr als ein Drittel des Feldes hinter sich. Nach gutem Start leistete sich Riegel im ersten Rennen einen kleinen Ausritt, bei dem der Frontsplitter sowie Teile der Radaufhängung beschädigt wurden. „Das Auto war danach sehr schwer zu fahren, vor allem in Rechtskurven“, schilderte der 17-Jährige. Das bekam auch sein Partner Dennis Richter zu spüren, der den Porsche zur Rennhalbzeit übernahm. Der 26-Jährige konnte trotzdem noch eine Position gewinnen und seinen Platz im Anschluss verteidigen. Er ergänzte: „Das war harte Arbeit, vor allem am Ende gegen den drängelnden AMG hinter mir“, so Richter. Auf Rang 20 kreuzte der Speed Monkey schließlich die Ziellinie. „Unter diesen Bedingungen war das eine gute Leistung vom Team. Das Niveau und der Druck in diesem Feld sind einfach extrem groß. Man ist ständig voll am Limit. Aber wir haben viele wertvolle Rennkilometer gesammelt.“

Diesen Druck bekam Dennis Richter auch am Sonntag zu spüren. Nachdem er den guten 15. Startplatz erkämpft hatte, ging der 26-Jährige mit großer Nervosität in das einstündige Rennen. So verlor er beim engen Startgetümmel mehrere Plätze, kämpfte sich im Anschluss aber zurück, bis er zum Pflichtstopp gegen Rennhalbzeit an die Box kam. Hier wuchs die Speed-Monkey-Truppe über sich hinaus und erledigte den schwierig zu timenden Stopp nur 0,1 Sekunden über der Mindeststandzeit – Bestwert an diesem Tag! Dennis Richter war von seinem Stint trotz der kleinen Schwierigkeiten begeistert: „Das hat richtig Bock gemacht! Harte, aber faire Fights und dann dieser super Boxenstopp – das war toll!“ Jacob Riegel schloss nahtlos an diese Leistungen an und kämpfte weiter um Positionen. Mit Rang 12 verpasste das Team am Ende nur knapp die Top 10 – ein tolles Ergebnis für die Gaststarter. „Es war ein spannendes Rennen! Wir haben viele Erfahrungen gesammelt und können nun darauf aufbauen“, meinte Jacob Riegel hinterher.

Teamchef Christian Bracke ist ebenfalls sehr zufrieden mit dem Wochenende: „Wir sind angetreten, um zu lernen und zu sehen, wo wir in diesem Feld liegen. Dass wir gleich voll dabei sein werden, ist natürlich ein toller Bonus. Wir haben alles erreicht, was wir uns vorgenommen haben und fühlen uns in dieser Serie sehr wohl. Unsere Fahrer haben sich in diesem hochklassigen Feld sehr gut behauptet. Gerade Jacob mit seinen 17 Jahren hat sich hier grandios geschlagen und Dennis hat einen tollen Job gemacht. Von der Renn-Performance her waren wir teilweise unter den Top 5. Das zeigt, was wir noch für ein Potenzial haben. Ich bin sehr stolz auf mein ganzes Team und bedanke mich auch bei unseren Partnern, die diesen Schritt ermöglicht haben. Professioneller Motorsport war immer das Ziel der Speed Monkeys, und dies nun erreicht zu haben, ist ein tolles Gefühl!“

Mit diesen Erfahrungen werden die Speed Monkeys auch beim Saisonfinale der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring in unveränderter Konstellation antreten. Vom 5. bis 7. November werden dort die letzten beiden Rennen ausgetragen.

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